Offener Brief an BGM Becker Zielvorstellungen für die Ausweisung von Windkraftstandorten in und um Alsfeld Sehr geehrter Herr Becker,
in der sogenannten Strategiesitzung zur Windkraft Anfang Dezember wurden die Zielvorstellungen für die Ausweisung von Windkraftstandorten in und um Alsfeld konkretisiert.
Als Kriterien wurden dabei eine Mindestentfernung von 1.2 km von der nächsten Wohnbebauung und eine Anordnung möglichst entlang der Autobahn genannt. Die dabei ausgewiesenen Gebiete liegen ausnahmslos außerhalb der Flächen, die im aktuellen Regionalplan dafür vorgesehen sind.
Um hier ein Einvernehmen und eine zustimmungsfähige Lösung zu finden, wurden Sie von den Teilnehmern der Sitzung beauftragt, direkte Gespräche mit dem Regierungspräsidium als zuständiger Behörde zu führen.
Dies soll nach den uns vorliegenden Informationen in den nächsten Tagen geschehen.
Da nach den städtischen Vorstellungen eine komplette Neuausweisung der Windkraftflächen im Regionalplan erforderlich ist, fordert Sie der Vorstand der Alsfelder CDU auf, bei der Neufestsetzung unbedingt darauf zu dringen, dass auch Flächen ausgewiesen werden, die sich in städtischem Eigentum befinden. Windkraftanlagen auf städtischen Grund erbringen deutlich höhere Einnahmen (mehr als 2,5 Mio. Euro pro Anlage in 25 Jahren) für die Stadt, als auf privaten Grundflächen errichtete Anlagen.
Nach Auffassung des CDU Vorstandes wäre eine, von mehreren geeigneten Flächen, der Homberg, da dieser sich weitgehend in städtischem Besitz befindet und deutlich mehr als 1,2 km von der nächsten Wohnbebauung entfernt liegt.
Wenn wir schon Windkraftanlagen akzeptieren müssen, dann sollten sie die Lebensqualität der Bewohner unserer Region so wenig wie möglich beeinträchtigen und auch einen möglichst großen Beitrag zur Sanierung der städtischen Finanzen leisten.
Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Schmidt
Für den Vorstand der CDU Alsfeld
Postskriptum
Grundsätzliche Position der CDU Alsfeld zu Windkraft:
- die CDU ist grundsätzlich für den Ausbau der regenerativen Energien und damit auch für den Bau von Windkraftanlagen. Dies ist u.a. erkennbar an den Initiativen der CDU Mandatsträger zum Aufbau von weiteren Fotovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften
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- Bedenken gegen Windkraftanlagen bestehen dann, wenn sie zu gehäuft auftreten und dadurch das Landschaftsbild massiv beeinträchtigt und durch zu dichte Anordnung zur Wohnbebauungen die Lebens- und Wohnqualität mindern.
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- Windkraftanlagen sollten bei vertretbaren Voraussetzungen in alle Landesteilen errichtet werden, und nicht vorwiegend im Vogelsberg.
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